Blutegel-Therapie

Der medizinische Blutegel(Hirudino medicinalis) wird seit Jahrtausenden medizinisch in den verschiedensten Kulturen und Ländern(Indien, China, Europa) eingesetzt. Babylonische Keilschriften erwähnen die Blutegel-Therapie zum ersten Mal vor ca.3000 Jahren. Im Rahmen der Säftelehre Galens, die viele Jahrhunderte das gängige Medizinsystem darstellte, wurden Blutegel eingesetzt, um Ungleichgewichte zwischen den vier Säften Sanguis(Blut), Phlegma(Schleim), Cholera(Gelbgalle) und Melancholera(Schwarzgalle) per Ausleitung und in Kombination mit z.B. Pflanzenheilkunde wiederherzustellen.

Anfang des 19.Jahrhunderts wurden Blutegel vor allem in Frankreich viel eingesetzt, allerdings leider auch im Übermaß, was dieser Ära letztlich den Begriff des „Vampirismus“ einbrachte. Der Ruf der Blutegel-Therapie litt dadurch, allerdings blieb die fachgerechte Behandlung in den Kreisen der Naturheilkunde durch Ärzte und Heilpraktiker immer bestehen. Auch die Schulmedizin entdeckte die Blutegel für sich – nach Amputationsverletzungen werden die Egel auch heute noch im Nahtbereich angesetzt, um eine Abstoßungsreaktion(Entzündung!) des Körpers abzumildern. Oft wächst das angenähte Organ wieder erfolgreich an, natürlich auch vor allem durch die Hilfe filigraner Operateure.

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