HEILPRAKTIKER PHILOSOPHIE

Warum zum Heilpraktiker?

Warum gingen und gehen Menschen zu einem Heilpraktiker – einem  „staatlich geprüften Scharlatan“ – wie mein inzwischen verstorbener Lehrer Klaus Krämer immer wieder mit einem Augenzwinkern zu sagen pflegte. Was macht den Beruf des Heilpraktikers – immer wieder umstrittenen und angefochtenen – auch heute noch so wichtig? Warum Geld für Naturheilkunde ausgeben, obwohl der Gang zum Arzt (fast) umsonst ist und es eine immer perfekter funktionierende Schulmedizin gibt, die in vielen Bereichen Unglaubliches zu leisten in der Lage ist?

Oft ist es wohl der Faktor Zeit – also die Tatsache, dass sich Heilpraktiker in der Regel deutlich länger mit den Patienten beschäftigen(ca.60 Minuten in der Erstanamnese), als bei einem Arztbesuch. Und oft auch die Enttäuschung, dass Mensch mit seinen Pillen und deren Nebenwirkungen oft alleine gelassen wird, ohne dass der Versuch gemacht wurde, die Beschwerden ganzheitlich zu betrachten und zu überlegen, mit welchen naturheilkundlichen Mitteln oder Änderungen in der Lebensführung man Linderung schaffen kann.

Heilpraktiker Philosophie

 

Der Hang zur Natur

Ebenso ist es das über Jahrhunderte geprägte Naturheilwissen, zusammengetragen von Kräuterfrauen, Ärzten und Heilpraktikern, auf welches die Patienten auch heutzutage vertrauen. Menschen suchen einfach nach dem Natürlichen in der Medizin. Ich persönlich bin auch nach 10Jahren Praxis immer noch fasziniert davon, wie einfach individuelle Heilpflanzen-Mischungen zur Linderung von Erkrankungen beitragen können – wenn sie denn täglich getrunken werden :)…

Regelmäßig hört man in der Praxis auch Berichte, dass sich Patienten in Krankenhäusern, wohl im Rahmen des Sparzwangs diverser Gesundheitsreformen, wie Fallnummern behandelt fühlen. Ohne dass der Versuch unternommen wird, zu ergründen, warum ein Erkrankungsbild öfters wieder auftritt und weswegen die Antibiotika nur kurz gewirkt haben. Berichte, die mich traurig machen, weil Menschen dadurch immer wieder zu Schaden kommen.

Es sind also viele Beweggründe die hier zusammentreffen – und der wichtigste mag sein, dass Menschen auch als Menschen gesehen und behandelt werden wollen. Ein seriöser Heilpraktiker wird dies immer versuchen zu tun – mit möglichst bezahlbaren Mitteln.

Hierbei arbeite ich als Heilpraktiker – der bestrebt ist, sich in der schulmedizinischen Welt ebenso gut auszukennen wie in der Naturheilkunde – vorwiegend mit Pflanzenheilkunde, Mineralstoffen, Blutegel-Therapie, Vitamin D und Heilpilzen, um durch natürliche Stoffe/Reize Ungleichgewichte wieder ins Lot zu bringen oder Gesundheit zu stärken, wo es nötig ist.

Sicherlich kommt dabei jeder Heilpraktiker immer wieder an seine Grenzen – und es ist wichtig diese zu kennen und sich nicht zu scheuen, den Patienten dann an den passenden Arzt zu verweisen. Mein Idealbild in der heutigen Zeit ist deshalb ein Patient, der durch beide Seiten optimal versorgt wird – durch Spezialisten aus Schulmedizin und Naturheilkunde – ohne dass ideologische Grabenkämpfe dem im Wege stehen.

Folgender Link führt zu einer Homepage des BDH, welche die wichtigsten Fakten zu unserem Berufsstand beinhaltet.

Heilpraktiker Fakten